Frühjarhswanderung

Auf der Suche nach dem Bergfrühling in den Salzburger Voralpen

DAV Bad Griesbach-Pocking erwandert die Große Plaike und den Kolomansberg. Während sich in den Hochlagen der Alpen, ab etwa 1.500m Höhe, noch hartnäckig der Schnee hält, sind die Voralpen das ideale Wanderziel. Südöstlich vom Wallersee erstreckt sich ein teils bewaldeter Höhenzug auf dem sich schon von weitem zwei weißen Radarkugeln zeigen. Es ist der Kolomansberg mit seinen Nebengipfeln Lehmberg und Große Plaike. Diese drei Gipfel bieten gerade im Frühjahr herrliche Blicke ins Alpenvorland und in die noch schneeweißen Alpen. Für zwölf wanderbegeisterte Mitglieder vom Alpenverein Bad Griesbach-Pocking hatte sich Bergwanderleiterin Anita Kälker genau dieses Gebiet als Ziel ihrer Frühjahrswanderung ausgesucht. Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz Wasenmoos oberhalb von Thalgau. Bei trockenem Wetter, aber leider bewölktem Himmel startete die Gruppe. Das erste Stück des Weges zog sich nach Norden. Schlüsselblumen, Lerchensporn und Sumpfdotterblumen blühten bereits in rauen Mengen und säumten den Weg. Oberhalb eines Wiesenhanges zeigte sich ein altes Anwesen. Das schwarze Holz der Gebäude und ein in voller Blühte stehender großer Baum zogen sofort die Blicke auf sich. Langsam gewann die Gruppe an Höhe und so zeigten sich auch schon die ersten schneebedeckten Berge der Osterhorngruppe. Nun schwenkte der Wanderweg in westliche Richtung. Das Gras der Freifläche war noch braun und überall zeigten sich junge Bäumchen die in ein paar Jahren den Hang wieder bewalden. Beim nächsten Wegweiser lud eine Bank ein zur kurzen Rast. Anschließend ging es in den Wald. Aus dem Wanderweg wurde ein Pfad der die Gruppe hinauf zum Steinwandl führte. Die Wolkendecke lockerte etwas auf und kaum ließ sich die Sonne blicken ging es auch mit den Temperaturen nach oben. Bänke und Tische auf dem herrlichen Aussichtsplatz wurden sofort in Beschlag genommen. Gerne machte man hier eine längere Pause. Nach Norden schweiften die Blicke über den Wallersee hinaus ins Alpenvorland bis zu den Windrädern im Kobernaußer Wald. Nach Süden gäbe es eine herrliche Sicht auf die Berge, aber leider trübte Saharastaub die Luft. Anschließend folgte wohl der schönste Abschnitt der Tour. Ein Höhenwanderweg zieht sich nun immer auf 950 m bis gut 1.000 m Höhe von West nach Ost. Ein schmaler Pfad leitete die Wanderer durch den noch lichten Bergwald bis zur nächsten „Freisicht“ hinüber zu den Radarkugeln am Kolomansberg. Wäre jetzt nicht der Saharastaub in der Luft gäbe es freie Sicht auf das Tennengebirge, den Dachstein und die Berchtesgadener Alpen. Es folgte der unscheinbare Gipfel der Großen Plaike, 1.034 m. Das Gipfelkreuz versteckte sich zwischen den Bäumen. Schon etwa einen halben Kilometer weiter wartete schon der nächste Rastplatz beim Heimkehrerkreuz mit Wallerseeblick. Im leichten Auf und Ab wanderten die Bergler nochmals vorbei an einem Gedenkkreuz bevor der baumlose Höhenrücken vom Lehmberg die Wanderer zum Kolomanstaferl brachte. Nun zeigte sich auch der westliche Teil vom Mondsee und der gleichnamige Ort. Auch die Kirche auf dem Kolomansberg war nun zu sehen. Nun schwenkte die Route nach Süden hinab in die Kolomansenke und sogleich wieder steil bergauf. Über den Nordhang erwanderten die DAVler nun den Kolomansberg. Mit 1.100m Höhe war er der höchsten Punkt der Wanderung. Oben angekommen war erstmal verschnaufen angesagt. Natürlich wurde auch die Kirche besichtigt. Sie ist die älteste Holzkirche Österreichs und ein wahres Kleinod. Den Innenraum der Kirche schmücken zahlreiche Votivgaben und Sterbebilder. Nach einer weiteren Pause ging es im Anschluss auf dem Wanderweg 8 nur noch bergab. Nach 150 Höhenmetern verwies ein Wegweiser nach Westen. Auf Schotterwegen und schmalen Sträßchen marschierten die DAVler nun durch die malerische Kulturlandschaft des Thalgaus. Es ging vorbei an alten Gehöften und verstreuten Anwesen inmitten sattgrüner Wiesen. Ständig zog die steil abfallende Drachenwand, der Schober und der Frauenkopf die Blicke auf sich. Kurz nach 15.00 Uhr erreichten die Wanderer wieder den Ausgangspunkt. Natürlich ging es später noch zur wohlverdienten Einkehr im nahen Henndorf.

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