Schabenreitner Stein, Herrentisch und Pfannstein
Über den Schabenreitner Stein bis zum Pfannstein
Alpenverein Bad Griesbach-Pocking genießt einen Tag voller Gipfelmomente
Die allmonatliche Wochentags-Wanderung führte 16 Mitglieder von der DAV Sektion Bad Griesbach-Pocking in die Pfannsteingruppe in den Oberösterreichischen Voralpen bei Micheldorf. Bei durchwegs blauem Himmel startete die Gruppe beim Parkplatz „Grassner Kreuz“ an der Ziehbergstraße.
Den Auftakt der Wanderung bildete der Aufstieg zum bewaldeten Bergrücken des Schabenreitner Steins, 1.143 m. Schon nach einer Stunde standen die Bergler am hölzernen Gipfelkreuz. Hier gabs die erste Stärkung und die ersten Blicke auf den Herrentisch den Pfannstein. Anschließend ging es auf einem schmalen Waldsteig zur Sattelhalt Jagthütte auf einer Lichtung. Hier mündete der Waldweg in die Almstraße die die Gruppe zur Gradnalm führte. Mitlerweile änderte sich jedoch die Stimmung am Himmel. Die Sonne zog sich zurück und der Himmel präsentierte sich zunehmend wolkenverhüllt. Nun folgte der Aufstieg zum Herrentisch. Über blühende Almwiesen ging es in angenehmen Kehren nach oben. Im Hintergrund der Wandergruppe bauten sich die mächtigen Felswände von Kremsmauer und Falkenmauer wie eine unbezwingbare Kulisse auf. Kaum war der 1.333 m hohe Gipfel erreicht, setzte ein leichter Sprühregen und ein frischer, kühler Wind ein. Die wohlverdiente Rast ist daher etwas kürzer ausgefallen. Schnell wurde der Ruckzuck geschultert und alle schlüpften in ihre Regenjacken. Die Truppe war sofort startklar für das nächste Etappenziel, den Pfannstein, 1.423m. Aber wie es so oft ist, kaum hatte man die Regenklamotten angezogen war der Spuk auch schon wieder vorbei. Immer an der 1.300-Meter-Marke entlang folgte die Gruppe dem Steig, der schließlich in den Abzweiger zum Pfannstein mündete. Es folgte eine Passage vorbei aus licht stehenden Lärchen und Tannen bis letztendlich der Schlussspurt auf dem schrofigen, erdigen Gipfelaufbau von allen Vorsicht und Trittsicherheit verlangte. Vom Gipfelkreuz aus dann weite Blicke über die bewaldeten Gipfeln der östlichen Oberösterreichischen Voralpen. Nach Westen zeigte sich die Verlängerung des Pfannsteins mit dem Mittagsstein und Hochsalm. Danach dann die freistehende Siluette vom Traunstein und das Höllengebirge.
Da sich der Himmel immer freundlicher zeigte kam die Frage auf ob man noch zu zwei weitere, naheliegende Gipfeln wandern sollte. Es ging wieder zurück zum Abzweiger. Hier teilte sich die Gruppe. Während 11 der Wanderer gleich zur Gradnalm abstieg folgte der Rest der Gruppe einem schmalen Steig in Richtung Rauhen Kalbling, 1.391 m und dem Nackten Kalbling, 1.368m. Der Steig ab der Weggabelung bot einen spannenden Kontrast. Zunächst führte der Pfad über den dicht bewaldeten Rauen Kalbling, bevor das Gelände spürbar alpiner wurde. Am Grat zum Nackten Kalbling öffnete sich die Landschaft und bot nochmals tolle Tief- und Weitblicke. Ein kleines Metalkreuz markierte den höchsten Punkt. Genau hier präsentierten sich die gewaltige Felswände. Direkt vis-a-vis baute sich die mächtige Kulisse der Kremsmauer und der Falkenmauer auf, deren schroffe Felswände zum Greifen nah schienen.
Nach dem lohnenden Abstecher steuerte die Gipfelgruppe wieder die Alm an. Nach genau 50 Minuten traf man dort wieder auf den Rest der Gruppe, der sich die gemütliche Rast verlängert hatte.
Mit vielen Eindrücken im Gepäck traten alle schließlich den Rückweg an. Mit den Autos fuhr man noch ins nahegelegene Micheldorf zur Einkehr beim „Schwarzen Grafen“. In gemütlicher Runde ließ man den Wandertag ausklingen, und alle freuen sich schon auf die nächste Tour.